DIE GRUNDLAGEN DER SPEICHERTECHNIK - TEIL 2

Die Dämmung im Fokus

Nachdem wir uns im letzten Beitrag mit den verschiedenen Speicherarten beschäftigt haben, wollen wir heute klären, welche Rolle die Dämmung in der Speichertechnik spielt. In den letzten Jahren war die Speichereffizienzklasse für manche Fördermittel eine relevante Anforderung. Dadurch ist die Dämmung in der Speichertechnik in den Fokus gerückt. In manchen Fällen musste man zum Beispiel die Dämmung verdoppeln, um mit dem Heizvorhaben förderfähig zu sein. Diese Richtlinien sind allerdings in der aktuellen Förderung nicht mehr enthalten – und das aus gutem Grund.

Der Zweck einer Dämmung ist, dass möglichst wenig Energie über die Oberfläche des Speichers an die Umgebung abgegeben wird. Im Optimalfall verliert der Speicher so kaum noch Wärme an den Heizungsraum. Um das zu bewerkstelligen, kann man auf extrem aufwendige und dementsprechend kostspielige Dämmungen zurückgreifen, wie zum Beispiel einer Vakuumdämmung. Je nach Bauart werden dabei mit Metallfolie umschlossene Vakuum-Paneele in eine Faservlies-Dämmung integriert. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Stärke der Dämmung zu erhöhen. Da jedoch Platz im Heizungskeller sowieso meist stark begrenzt ist, sind Dämmungen über 10 cm Stärke kaum praktikabel. 

Darüber hinaus ist die Optimierung des Speichers auf möglichst geringe Verluste sowieso meist nicht der sinnvollste Weg. Da die Wärme in der Heizung nicht lange gespeichert werden soll (wasserbasierte Heizungsspeicher sind Kurzzeitspeicher – maximal also 2 – 3 Tage), kann über diesen kurzen Zeitraum auch gar nicht so viel Wärme verloren gehen.

Wo liegt also die goldene Mitte für die Dämmung? Wir suchen eine bezahlbare Dämmung, die ihren Zweck gut und zuverlässig erfüllt.

Beispiel

Bei einer durchschnittlichen Dämmung kühlt ein 1.000 Liter Speicher innerhalb von 24 Stunden um etwa ein bis fünf Kelvin ab. Das entspricht einer Verlustenergie an die Umgebung von ca. 1 Kilowattstunde im besten Fall und bis zu 6 Kilowattstunden im schlechtesten Fall. Rechnet man das nun auf den Extremfall hoch, bei dem der Speicher die Wärme drei Tage lang speichern soll, liegt man zwischen 3 bis 18 Kilowattstunden. 

UNSERE SCHICHTSPEICHERDÄMMUNG

SpeedPower Schichtspeicher Dämmung

Bei unserem SpeedPower Schichtspeicher setzen wir auf eine 100 mm starke Vliesdämmung, die innerhalb von 24 Stunden ca. 3 Kelvin an die Umgebung abgibt, was in etwa 3,5 Kilowattstunden entspricht. Durch diese Dämmung erreichen wir eine sehr gute Balance zwischen Effizienz und Kosten. Die Dämmung erfüllt ihre Funktion für unseren Schichtspeicher im kurz- und mittelfristigen Praxisbetrieb sehr gut. Und auch die Einbringung und Montage im Heizungskeller fällt dadurch leicht.

DIE ROLLE VON ANSCHLÜSSEN BEIM SPEICHER

Neben der Dämmung spielt auch die Anzahl der Anschlüsse am Speicher eine entscheidende Rolle. Denn egal wie gut die Dämmung ist: Jeder Anschluss durchbricht diese und stellt deshalb immer eine Schwachstelle dar. Ein wärmeführender Anschluss verliert durchschnittlich 0,1 Kilowattstunden innerhalb von 24 Stunden. Dieser Wert erscheint auf den ersten Blick nicht besonders hoch zu sein. Dennoch gibt es auf dem Markt eine Vielzahl an Speichern, die zehn Anschlüsse und mehr haben, um Wärmeerzeuger und Wärmeabgaben in einem System zu kombinieren. Hochgerechnet entspricht das dann pro Tag etwa einer Kilowattstunde, die zusätzlich an die Umgebung abgegeben wird.

Der SpeedPower Schichtspeicher hingegen kommt mit lediglich vier Anschlüssen aus. Das reduziert die Wärmeverluste des Speichers auf ein Minimum und trotzdem können über das EnergieLeitSystem mehrere Erzeuger und Abgaben eingebunden werden.

Fazit: Worauf kommt es bei Speichern wirklich an?

Auch wenn man die Dämmung nicht vernachlässigen sollte, braucht man sich hier nicht unnötig in Unkosten für eine Premiumdämmung stürzen. Denn selten steht der Speicher über lange Zeit ungenutzt still, sondern wird im Betrieb natürlich ständig be- und entladen. Viel wichtiger als die Wärmeverluste ist in der Praxis deshalb das präzise und schnelle Schichtungsverhalten des Speichers. Hier entscheidet sich, ob der Speicher die Effizienz des gesamten Heizsystems tatsächlich erhöht oder als „Klotz am Bein“ diese sogar verringert.

Die Speicherdämmung ist also nicht alleinig ausschlaggebend für die Effizienz des Heizsystems. Auch deshalb wird in der Förderung die Dämmung folgerichtig nicht mehr so in den Mittelpunkt gestellt.

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